Gosauer Aufklangmusi Ulli & Paul

 

PAUL GAMSJÄGER (auch genannt JAEG)

 

Echte traditionelle Volksmusik aus dem Salzkammergut.

 

Ab dem 10 Lebensjahr einige Volksinstrumente gelernt: Gitarre, Zither, Steirische Harmonika, Trompete.

Späer 5 Jahre Klavierunterricht und 1 Jahr Kirchenorgel. Gründer der Musikschule in Gosau OÖ. 10 Jahre Leitung.

 

paul (at) jaeg.at

 

Hörprobe CD  -  Stück Nr. 11  "Am schwoarzn Ross"  click

So klingts bo ins

 

Gosinger Aufklangmusi

 

Ulli & Paul

 

Die neue CD der Gosinger Aufklangmusi - mit Ulli & Paul

Diatonische Harmonika Kärntnerland B/ES/AS/DES und Salzburger Hachbrett.

Aufnahmen vom 10. 12. 2012 im Tonstudio Herbert Raich in Altaussee.

 

01 Trau di na | Polka 2/4

02 Da Oberlump | Ländler

03 Auf da weißn Birkn | Polka 2

04 Greani Stoana | Ländler 3/4

05 Da flinke Umisausa | Ländler 3/4

06 Meini Gummistiefin | Ländler 3/4 3

07 Iwan Bühi auffi | Polka 2/4

08 Am langan See | Ländler 3/4

09 Da Zaubara | Polka 2/4

10 Dös zoarte Bleami | Ländler 3/4

11 Am schwoarzn Ross | Polka 2/4

 

Ulli und ich begannen im Jahr 1976 mit den ersten Auftritten in der Öffentlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon etliche Jahre musikalische Erfahrung hinter mir. Meine Liebe zur Musik begann, als ich meine Eltern Milla und Sepp in unserem Wohnhaus in Gosau singen hörte. Mein Vater spielte dazu die Gitarrenbegleitung - auf einer Gitarre, die er einmal bei einem Fronturlaub vom russischen Feldzug heimbrachte.

 

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mir die Griffe mühsam abschauen musste, denn er wich immer aus, wenn ich ihn bat, mir die Griffe zu zeigen. Er sagte dann oft, wenn ich daheim oder im Wirtshaus spiele, schaust einfach genau hin, dann kommst du schon drauf! Mir hat es auch niemand gelernt.

 

Mit 10 Jahren begann ich also Gitarre zu begleiten und mir Liedertexte aufzuschreiben. Dann hatte ich das Glück, in der Hauptschule in Bad Goisern den Musiklehrer und begabten Cellisten Franz Atzmansdofer zu bekommen, besser gesagt, zu "genießen". Denn er ist ein Ausnahmetalent, wie fast alle Goiserer Atzmansdorfer.

 

Mit 14 wollte ich Elektriker werden und begann eine Lehre in Linz. Der Vater, er war in jungen Jahren Wilderer (sogar eingesperrt in Wels) und später Berufsjäger bei den Bundesforsten, wollte mich überreden, in die Försterschule in Gmunden zu gehen. Meine Mutter hatte als Ziel, dass ich Volksschullehrer werden sollte - und zwar über das musikpädagogische Oberstufenrealgymnasium in Oberschützen (Bgld.) und über die Pädagogische Akademie in Salzburg. Ich gab meine Arbeitskleidung in Linz wieder ab und schlug den Weg ein, den die Mutter verfolgte.

 

In diesem Gymnasium übte ich Klavier und Kirchenorgel - allerdings nur bis zu einem gewissen Grad; denn die Klassik hatte damals in meinem Kopf noch keinen Platz. Ich spielte sozusagen fast alles, was ich hörte, also "Kraut & Rüben", wie Beatles, Kabarettistisches, Gstanzln, Wiener Lieder und Volksmusik, auch alte Schlager aus der Nachkriegszeit. Diesem Abschnitt meines Lebens - und den Lehrkräften dort - habe ich viel zu verdanken. Aus einem relativ verwilderten Buben, der sich immer mehr getraute als die Mitschüler, wurde ein halbwegs gezähmter Schüler mit musikalischen Begabungen. Und ich begann ab 14 im Selbst-unterricht mit dem Akkordeon, parallel zum Klavierunterricht.

 

Meine erste Gruppe bildete ich damals, mit 16 Jahren, mit dem späteren Mostrocker Gerhard Egger und seinem Bruder Bruno. Wir spielten zwei Sommer lang im Gasthof Gamsjäger am Pass Gschütt. Bald darauf gründete ich gemeinsam mit dem Trompeter Franz Hubner aus Gosau das Dachstein-Echo in Avsenik-Besetzung und lernte gleichzeitig die Zither und die Steirische Harmonika - im Alleingang. Nur der Pedern Hausl - ein Gosauer Unikum - gab mir zwei Unterrichtsstunden in Zither (dafür musste ich ihm dann sein Leben lang die Zither stimmen!) Viele Anregungen für die Zither-Literatur erhielt ich vom Kapellmeister Werner Schilcher aus Bad Goisern, bei dem ich ganze Nachmittage lang in dessen Arbeitszimmer saß und wo wir weitreichende Gedanken zur Musik allgemein und zur "ganzen Welt" wälzten.

 

Das Programm, das wir als Quintett für die Festzelte benötigten, befriedigte mich bald nicht mehr und ich bat meine Musiker-Kollegen, dass sie sich binnen eines halben Jahres um einen Akkordeonisten umsehen sollten - glücklicher Weise sprang dann ein hervorragender Musiker ein, der Gerd Frömmel aus Bad Aussee.

 

Nun hatte ich freie Hand, mich musikalisch mit meiner Frau Ulli ein bisschen weiter zu entwickeln. Einige Jahre spielte dann die aus Bad Aussee stammende Friedl Gapp, vulgo Såger Friedl, die 2. Stimme Zither bei uns.

 

Schließlich machte es bei mir im Jahr 1988 im Kopf click und ich begann mir eine zweites Leben, ein Parallel-Universum, aufzubauen. Nach dem selbstentwickelten Konzept "aroqart" versuchte ich mich in den drei zeitgenössischen Sparten Kunst, Literatur und Komposition. Dazu verpasste ich mir den kurzen Namen JAEG, abgeleitet von GAMSJAEGER.    (www.jaeg.at)

Allerdings nahm ich mir vor, die von mir so geliebte traditionelle Musik nicht zu verlassen, sondern - eher im Gegenteil - diese noch zu verstärken. Das gelang mir dann auch zunehmend nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst (ich unterrichtete in Russbach am Pass Gschütt, in Bad Goisern und in Gosau; und ich gründete und leitete die VHS-Musikschule in Gosau, das war ein Vorläufer der heutigen Landesmusikschule).

 

Zu meinen musikalischen Vorbildern in Gosau zählen mein Vater und meine Mutter, der Pedern Hausl (Petrocelli), die Musikanten rund um Ernfried Fasl (dem Vater des Klarinettisten und Kontrabassisten Walter Fasl), die Schlosser Buama - und alle, die daran "schuld" sind, dass ich bei gelegentlichen musikalischen "zusammengewürfelten Höhepunkten" oder "wirtshausmäßigen Abstürzen" zu spät merkte, dass man ja auch nach Hause gehen könnte! Spontan für 2 bis 3 Tage im "wildgewordenen Rudel" rund um den Dachstein oder über die Grenze nach Bayern - das waren spektakuläre musikalische Tage...

 

Dass meine Frau Ulli mit mir spielt und auftritt, macht mir große Freude - denn wir alle wissen, echte Musikanten halten es alleine nicht lange aus. Deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei ihr! Durch meine umfangreichen Tätigkeiten im kulturellen Leben in Gosau und darüber hinaus habe ich oft das Gefühl, dass sie ein bisschen in meinem Schatten steht. Dies ist natürlich überhaupt nicht der Fall, weil sie bei unseren gemeinsamen Auftritten einen wichtigen Part hat - ohne sie hätten wir beide nicht diesen speziellen musikalischen Ausdruck, der unser Spiel kennzeichnet.

 

Zu den Stücken

 

Diese 12 Musikstücke sind im Lauf der Spieljahre in meinem Kopf entstanden. Einige Stücke habe ich mir gänzlich selber ausgedacht. Bei den anderen sind sicherlich Motive oder kurze Passagen herauszuhören, die auch in anderen traditionellen Weisen aus dem Alpenland irgendwo vorkommen. Ich bemühe mich aber immer, die Stücke anderer Musiker und Musikerinnen nicht zu kopieren. Sollten doch ein paar Takte dabei sein, deren Ursprung in diese Richtung geht, bitte ich um Nachsicht. Nach einigen Jahren weiß man oft nicht mehr, wo man diese oder jene Melodie aufgefangen hat - oder ob sie gänzlich aus dem eigenen Kopf entsprungen ist. Wir Musikanten haben sicher da ein Feingefühl entwickelt und halten gewisse Grenzen ein, die wir nicht überschreiten. Denn es soll ja jede Gruppe ihr eigenes Repertoire und Klangbild haben. Diese Vielschichtigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen Bereichs in der Musik - vor allem im Salzkammergut. Mit großer Freude stelle ich immer wieder fest, wie gerne diese Musik nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Regionen gehört wird.

Das macht uns Musikanten so viel Freude!

 

Paul Gamsjäger

 

Wir wünschen Euch allen mit unserer Musik viel Freude

 

Eure Ulli Gamsjäger

Euer Paul Gamsjäger

(vulgo Pinzger Ulli & Paul)

 

Ein großer Dank gilt unserem Tontechniker Heribert Raich aus Altaussee in der Steiermark vom Adler-Tontechnik-Studio.

Für seine fachkundige Betreuung und überaus große Freundschaftlichkeit!

 

 

 

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